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RE: Arbeit im Strafvollzug


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von jan78 am 10 May. 2017 22:13

Dieses Thema hat wie immer mehrere zu betrachtende Seiten.

- Da wäre die Qualifikation der Häftlinge und deren "sinnvolle" Beschäftigung in Haft. Ein beschäftigter Mensch lässt sich m. E. später auch wieder leichter integrieren als einer der 2 oder 5 oder 10 Jahre einfach nur die Zeit abgesessen hat.

- Da wäre aber auch die Beteiligung der Häftlinge an den Haftkosten. Wenn die Produkte aus den Haftanstalten 40% günstiger angeboten werden, dafür aber wiederum der allgemein freie Bürger weniger Steuergeld für die Haftunterbringung aufbringen muss, ist dieses ja vielleicht auch ein Nullsummenspiel. Ich behaupte (unbegründet), das die Arbeiten unter Haftbedingungen oftmals nicht so optimal laufen (mehr Ausschuss) wie in einem freien Privatunternehmen.

- Da wäre die Möglichkeit, dass ein Opfer, welchem eine Entschädigung durch einem inhaftierten Täter gerichtlich zugesprochen wird dadurch eine Chance hat diese Entschädigung überhaupt erst zu erhalten, sei es auch nur teilweise.

- Da wäre die Chance, dass durch eine gebildete Rücklage aus dieser Arbeit der Insasse nach der Haftzeit aus eigenen Mitteln einen Hausstand bilden kann ohne sofort auf staatliche Hilfe / steuerliche Zuschüsse angewiesen zu sein.

- Zuletzt der wichtigste Punkt, das alle diese Punkte nur zu einem geringen Teil möglich wären, wenn irgendwer den vollen Preis für ein Produkt aus diesem Hause bezahlen solle oder der Häftling einen Mindestlohn erhalten würde, der sich dann nur aus Steuergeldern refinanziert. Denn es ist auch festgelegt, dass bedürftige Gefangene die keiner Arbeit nachgehen können, ein Taschengeld erhalten, sprich fürs Absitzen Geld erhalten, Steuergeld ohne Gegenleistung (auch wenn es nur 33 bis 102 Euro im Monat sind).

Sollte die Forderung lauten das Arbeit in der Haftzeit in irgendeiner Weise auf die Rente angerechnet wird, dann bin ich total sozial bei dieser Forderung.

Ich denke, von dem Ausdruck Zwangsarbeit sind wir in Deutschland gaaaanz weit entfernt. Wir reden hier von verurteilten Tätern welche eine Strafe absitzen sollen, der Allgemeinheit Steuergeld kosten und dafür nicht in einen jahrelangen Erholungsurlaub geschickt werden sollen. Ich bin froh dsa wir in D einen solch hohen sozialen Standart haben und es auch in unseren Gefängnissen einen relativ hohen Sozialstandard gibt. Vermutlich werden viele der Opfer nur den Kopf schütteln wie samft teilweise Straftäter in D dann doch "angefasst" werden.

Wer der Meinung ist, dass die Häftlinge in D zu wenige Rechte oder zu schlechte Bedinungen haben, kann sich gerne mal in anderen Ländern umschauen. Dabei muss garnicht weit ausschau gehalten werden. Frankreich ist da ein sehr gutes Beispiel für ganz andere Bedingungen für Häftlinge. Ansonsten fallen mir so spontan noch die Arbeitslager der russischen Regierung ein, welche auch ganz interessant sein sollen.



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