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RE: Neue Zwangsabgabe


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von jan78 am 10 May. 2017 23:04

Danke Peter, das du in meiner kleinen Frage die inhaltlichen Relavanz/Brisanz erkannt hast.

Und deinen Denkansätze zu "Gemeinwohlökonomie und dem Verursacherprinzip" pflichte ich bei.

Die Provokation in meinem Beitrag lag ja ganz klar darauf. dass die Menschen ob der dann doch günstigen Strompreise keine Rücksicht auf den eigenen Verbrauch legen. Günstige Waren werden in ihrem Wert nicht geschätzt, unabhängig davon ob sie wirklich günstig sind (z.B. kostenloses Regenwasser, welches manchmal vom Himmel fällt) oder eben subventionierter Strom.

Und beim weniger Verbrauchen dieser elektrischen Energie auf Grund sparender Gerätschaften geht es ganz sicher nicht um Waschmaschinen welche nach der Hälfte der Waschzeit angehalten werden sollen um Strom zu sparen. Nein es geht mir um den Luxus den sich die meisten  heutzutage leisten, weil er eben präsent und so günstig zu erwerben ist.

Vor 20-30 Jahren gabs einen 1 Kühlschrank mit Eisfach, 1 Waschmaschine, 1 TV, vielleicht 2 Radios und eine stromlos funktionierendes Telefon. Der Stromverbrauch lag bei hohen X kWh.

Heute verbrauchen all diese Geräte nur einen Teil ihrer Energie von früher. (Damit auch Klaus versteht was ich meine: auch wenn eine Waschmaschine ihr Programm bis zu Ende ausführt,  verbraucht sie weniger Energie gegenüber älteren Modellen) Aber heute gibt´s Tiefkühler, mehrere TV´s, strombenötigende Telefone und mehrere Smartphones, Wäschetrockner, PC + Laptop + Tablet. Auch wenn alles sparsame Geräte sind, liegt der Stromverbrauch immer noch bei genau dem selben X kWh pro Haushalt oder teilweise sogar noch darüber.

Ich erinnere mich gut als der Spritpreis so extrem am steigen war (vor 2-3 Jahren). Erst wurde nur gemeckert, aber irgendwann war der Punkt erreicht, an dem die Leute anfingen sich zu überlegen welche Strecke muss ich denn nun wirklich mit dem Fahrzeug zurück legen? Diese Punkte sind entscheidend in einer sich entwickelnden Energieeinspargesellschaft und diese gibt es auf Grund staatlicher Subventionen nicht, weder im industriellen Sektor (Subvention Atom- und Kohlestrom und Privileg EEG), noch im häuslichen Sektor (Subvention Atom- und Kohlestrom).

So gab es vor ein paar Jahren mal einen Thread hier im Forum da haben wir uns über ein "Strom-BGE" unterhalten. M.E. auf einem liberalisierten Strommarkt nicht durchführbar, aber im Denkansatz interessant. Es gibt ein Kontingent Strom der in der einfachen Grundgebühr enthalten ist und mit der Anzahl der Personen im Haushalt seigt und dafür sind die Einheiten die über diesem Kontingent liegen, dann eben 3 oder 4 mal so teuer. Das würde Anreize schaffen über das eigene Verbrauchsverhalten nachzudenken. Wäre nur bei einem staatlichen oder Einzelanbieter anwendbar. Dies würde ich aber als nicht liberal sinnvoll erachten.

Letzlich hat die Liberalisierung des Strommarktes für einen Wettbewerb gesorgt, den der Verbraucher durch stagnierende, teils sinkende Preise erhalten hat. Dieser Wettbewerb zwischen den Stromversorgern ist in meinen Augen aufrecht zu erhalten, da eine Abschaffung des liberalisierten Strommarktes eine sofortige Stromsteigerung auf Kostem der Verbraucher ohne Gegenleistung zur Folge hätte. Ein verstaatlichter Strommarkt macht aus meiner Sicht erst recht keinen Sinn.



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